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16.09.2021

Lasst uns nicht im Regen stehen!

Niedersächsische Frauenhäuser und Frauenberatungsstellen demonstrieren gegen neue Förderrichtlinien
 
Ab 2022 wird es eine neue Förderrichtlinie zur Förderung der Frauenhäuser, Beratungs- und Interventionsstellen (BISS) und Fachberatungsstellen für gewaltbetroffene Frauen und Kinder geben. Aufgrund der Pandemie wird mit Kürzungen gerechnet. Aktuell legt das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung die Förderrichtlinie für die nächsten fünf Jahre fest. Die bisher bekannten geplanten grundlegenden Änderungen der noch bestehenden Richtlinie führen leider nicht zu einer Verbesserung des Hilfesystems, der Rahmenbedingungen für die Frauenhäuser und der Unterstützung für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder. Während die Arbeit an Menge und Komplexität zunimmt und laufende Kosten kontinuierlich steigen, werden öffentliche Zuschüsse nicht entsprechend erhöht. Im Gegenteil: Eine Festschreibung auf den Status Quo von 2017 entspricht faktisch einer massiven Kürzung, da gleichzeitig die Kosten steigen. Weiterhin ist eine Begrenzung des Frauenhausaufenthaltes auf drei Monate angedacht. Aus unserer Sicht eine Entscheidung, die völlig an der Frauenhausrealität vorbeigeht.


Wenn Sie mehr über den Entwurf der neuen Förderrichtlinien erfahren wollen, finden Sie hier die Stellungnahme der Landesarbeitsgemeinschaft der autonomen Frauenhäuser
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